Darm Pro+Pre Kids - 50 g Pulver Milchsäurekulturen für Kinder
- 5 klar benannte Bakterienkulturen + Bio-Inulin
- 3 Milliarden KBE pro Messlöffel (0,75 g)
- 475 mg Inulin pro Messlöffel
- veganes Pulver – allergenfrei, GVO-frei & ohne Zusatzstoffe
24,95 €*
Lieferzeit: 2-3 Werktage
Nicht einfach eine Bakterienmischung: fünf klar benannte Kulturen kombiniert mit Bio-Inulin.
EifelSan Darm Pro+Pre Kids wurde als Pulver für Kinder konzipiert und kombiniert fünf ausgewählte Bakterienkulturen mit Bio-Inulin. Pro Messlöffel sind 3 Milliarden koloniebildende Einheiten (KBE) und 475 mg Inulin klar ausgewiesen.
Was macht Darm Pro+Pre Kids besonders?
Produkte mit Bakterienkulturen unterscheiden sich nicht nur durch die Zahl der enthaltenen Mikroorganismen. Entscheidend ist auch, welche Kulturen tatsächlich enthalten sind, wie hoch die Keimzahl ist und in welcher Darreichungsform das Produkt angeboten wird.
Die Rezeptur auf einen Blick
- 5 klar benannte Bakterienkulturen aus Bifidobakterien, Lactobacillen und Streptococcus
- 3 Milliarden KBE pro Messlöffel
- 475 mg Bio-Inulin pro Messlöffel
- Bio-Inulin und Bio-Reisstärke als Basis der Pulverrezeptur
- Geschmacksneutrale Pulverform für eine flexible Portionierung
- Vegan
- allergenfrei, GVO-frei und ohne Zusatzstoffe
- 50 g Pulver
Inhalt
50 g veganes Pulver
Messlöffel beiliegend
Art.-Nr. 4289
Verzehrempfehlung
Morgens vor einer Mahlzeit oder zur Nachtruhe 1–2 Messlöffel in kalter oder lauwarmer Flüssigkeit verzehren.
Für Säuglinge kann auch die Brustwarze benetzt werden.
Bei der ersten Verwendung: Mit 0,5 gestrichenen Messlöffeln täglich beginnen und die Tagesmenge langsam über mehrere Wochen auf maximal 2 Messlöffel steigern. Bei Blähungen oder Bauchschmerzen die Tagesmenge vermindern und gegebenenfalls langsamer steigern.
Die Idee hinter dem Produkt
Warum kombiniert Darm Pro+Pre Kids Bakterienkulturen und Inulin?
Darm Pro+Pre Kids verbindet fünf unterschiedliche Bakterienkulturen mit Inulin. Dadurch werden zwei verschiedene Bestandteile in einer Pulverrezeptur zusammengeführt: lebende Kulturen und ein pflanzlicher Ballaststoff.
Wichtig ist dabei die transparente Deklaration. Die enthaltenen Mikroorganismen werden einzeln benannt und die Gesamtkeimzahl wird pro Messlöffel angegeben. Dadurch lässt sich die Zusammensetzung genauer beurteilen als bei einer pauschalen Angabe wie „Bakterienmischung“.
Bakterienkulturen
Fünf klar benannte Kulturen
Zwei Bifidobakterien, zwei weitere Milchsäurekulturen und eine Streptococcus-Kultur bilden die Mischung.
Keimzahl
3 Milliarden KBE pro Messlöffel
KBE steht für koloniebildende Einheiten und beschreibt die Anzahl lebensfähiger Mikroorganismen.
Ballaststoff
475 mg Bio-Inulin
Inulin ist ein pflanzlicher Ballaststoff und bildet den mengenmäßig größten deklarierten Bestandteil pro Messlöffel.
Darreichungsform
Geschmacksneutrales Pulver
Die Pulverform ermöglicht eine flexible Portionierung ohne Kapseln oder Tabletten.
Kulturen im Detail
Welche fünf Bakterienkulturen sind enthalten?
Die aktuelle Rezeptur enthält fünf einzeln deklarierte Kulturen. Dabei werden auch Unterarten dort genannt, wo sie für die taxonomische Einordnung relevant sind.
- Bifidobacterium longum subsp. infantis
- Bifidobacterium animalis subsp. lactis
- Lactobacillus acidophilus
- Limosilactobacillus reuteri
- Streptococcus salivarius subsp. thermophilus
Pro Messlöffel enthält die Mischung insgesamt 3 Milliarden KBE.
Warum die genaue Bezeichnung wichtig ist
Eigenschaften von Bakterienkulturen können nicht nur von der Art, sondern auch vom konkreten Stamm abhängen. Studien mit einem bestimmten Stamm lassen sich deshalb nicht automatisch auf jede andere Kultur derselben Art oder auf eine Mischung mehrerer Kulturen übertragen.
Ballaststoff der Rezeptur
Was ist Inulin?
Inulin ist ein pflanzlicher, wasserlöslicher Ballaststoff. Er kommt natürlicherweise in verschiedenen Pflanzen vor und wird in Darm Pro+Pre Kids als Bio-Inulin eingesetzt.
Ein Messlöffel liefert 475 mg Inulin. Bei der maximal empfohlenen Tagesportion von zwei Messlöffeln sind entsprechend 950 mg Inulin enthalten.
Warum heißt das Produkt „Pro+Pre“?
Der Name beschreibt die Kombination aus lebenden Bakterienkulturen und dem Ballaststoff Inulin innerhalb einer gemeinsamen Rezeptur.
Praktische Pulverform
Warum wird Darm Pro+Pre Kids als Pulver angeboten?
Die Pulverform ermöglicht eine flexible Portionierung und kommt ohne Kapseln oder Tabletten aus. Das ist insbesondere bei einem Produkt für Kinder ein praktischer Unterschied.
Das Pulver kann entsprechend der Verzehrempfehlung in kalter oder lauwarmer Flüssigkeit verwendet werden. Heiße Flüssigkeiten sind für eine Rezeptur mit lebenden Bakterienkulturen nicht vorgesehen.
Langsam steigern
Bei der ersten Verwendung beginnt die Verzehrempfehlung mit 0,5 gestrichenen Messlöffeln täglich. Die Menge wird anschließend langsam über mehrere Wochen gesteigert – bis maximal zwei Messlöffel täglich.
Hintergrundwissen
Was versteht man unter dem Darmmikrobiom?
Als Darmmikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den menschlichen Verdauungstrakt besiedeln. Dazu gehören zahlreiche unterschiedliche Bakterienarten und weitere Mikroorganismen.
Die Zusammensetzung ist individuell und verändert sich im Laufe des Lebens. Gerade in den ersten Lebensjahren entwickelt sich das mikrobielle Ökosystem des Darms dynamisch weiter. Ernährung, Umwelt und viele weitere Faktoren beeinflussen seine Zusammensetzung.
Zu den häufig untersuchten Gruppen gehören Lactobacillen und Bifidobakterien. Sie unterscheiden sich jedoch sowohl zwischen Arten als auch zwischen einzelnen Stämmen. Deshalb ist bei wissenschaftlichen Aussagen immer entscheidend, welche konkrete Kultur untersucht wurde.
Ernährung und Mikrobiom
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit pflanzlichen und ballaststoffreichen Lebensmitteln liefert unterschiedliche Substrate für die Darmmikrobiota. Auch fermentierte Lebensmittel wie Joghurt, Kefir oder Sauerkraut können Mikroorganismen beziehungsweise Fermentationsprodukte enthalten.
Flexible Ergänzung für Kinder
Für wen ist Darm Pro+Pre Kids gedacht?
Darm Pro+Pre Kids ist als Nahrungsergänzungsmittel für Kinder konzipiert, wenn eine pulverförmige Kombination aus Bakterienkulturen und Inulin gewünscht ist.
Die Rezeptur ist besonders interessant, wenn:
- eine Pulverform anstelle von Kapseln oder Tabletten bevorzugt wird,
- mehrere klar benannte Bakterienkulturen gewünscht sind,
- eine konkret ausgewiesene Keimzahl wichtig ist,
- Bio-Inulin als Ballaststoff Bestandteil der Rezeptur sein soll,
- auf eine vegane Rezeptur ohne Zusatzstoffe Wert gelegt wird.
Weitere Produkte finden sich in den Bereichen Nahrungsergänzung für Kinder und Bakterienkulturen & Ballaststoffe.
Vollständige Zusammensetzung
Was ist pro Messlöffel enthalten?
| Bestandteil | Pro Messlöffel (0,75 g) |
|---|---|
| Lebende Bakterienkulturen | 3 Milliarden KBE |
| Inulin | 475 mg |
Zutaten
Bio-Inulin, Bio-Reisstärke, Milchsäurekulturen: Bifidobacterium longum subsp. infantis, Bifidobacterium animalis subsp. lactis, Lactobacillus acidophilus, Limosilactobacillus reuteri, Streptococcus salivarius subsp. thermophilus.
Verzehr und Sicherheit
Wie wird Darm Pro+Pre Kids verwendet?
Morgens vor einer Mahlzeit oder zur Nachtruhe 1–2 Messlöffel in kalter oder lauwarmer Flüssigkeit verzehren.
Für Säuglinge kann auch die Brustwarze benetzt werden.
Was ist bei der ersten Verwendung zu beachten?
- Mit 0,5 gestrichenen Messlöffeln täglich beginnen.
- Die Tagesmenge langsam über mehrere Wochen steigern.
- Maximal 2 Messlöffel täglich verwenden.
- Bei Blähungen oder Bauchschmerzen die Tagesmenge vermindern und gegebenenfalls langsamer steigern.
- Gut verschlossen, kalt, dunkel und trocken lagern.
- Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Produktstandard
Welche Qualitätsmerkmale bietet Darm Pro+Pre Kids?
einzeln und transparent deklariert
pro Messlöffel
475 mg pro Messlöffel
Pulver ohne tierische Kapselhülle
allergenfrei, GVO-frei und ohne Zusatzstoffe
Weitere Informationen zu den allgemeinen EifelSan Qualitätsstandards finden sich im entsprechenden Shopbereich.
Wissenschaftliche Einordnung
Wie ist die Forschung zu Bakterienkulturen bei Kindern einzuordnen?
Das kindliche Darmmikrobiom und der Einsatz definierter Bakterienkulturen werden in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht. Entscheidend ist jedoch, dass Ergebnisse häufig von der konkreten Art, dem verwendeten Stamm, der Menge, dem Alter der untersuchten Kinder und dem jeweiligen Untersuchungsziel abhängen.
Deshalb sollten Ergebnisse zu einzelnen Stämmen nicht pauschal auf Darm Pro+Pre Kids als fertige Mischung übertragen werden.
| Forschungsbereich | Beispiel | Wichtige Einschränkung |
|---|---|---|
| Limosilactobacillus reuteri | PMID 29279326 untersucht den spezifischen Stamm DSM 17938 bei Säuglingen. | Die Ergebnisse gelten für den untersuchten Stamm und lassen sich nicht allein aufgrund derselben Artbezeichnung auf andere Produkte übertragen. |
| Bakterienkulturen bei Kindern und Jugendlichen | PMID 31778407 fasst Studien zu Mikrobiom und Bakterienkulturen im Zusammenhang mit Verstopfung zusammen. | Die untersuchten Stämme und Studiendesigns waren heterogen; die Autoren sahen keine ausreichende Evidenz für eine allgemeine Empfehlung bei kindlicher Verstopfung. |
Für die fachliche Bewertung wichtig: Die genaue Identität eines Bakterienstamms ist bei der Interpretation wissenschaftlicher Arbeiten entscheidend. Eine Artbezeichnung allein reicht nicht aus, um Ergebnisse einer klinischen Studie auf ein anderes Produkt zu übertragen.
Häufige Fragen
Fragen zu Darm Pro+Pre Kids
Wie viele Bakterienkulturen enthält Darm Pro+Pre Kids?
Die Rezeptur enthält fünf klar benannte Bakterienkulturen. Pro Messlöffel sind insgesamt 3 Milliarden KBE ausgewiesen.
Wie viel Inulin ist enthalten?
Ein Messlöffel enthält 475 mg Bio-Inulin.
Wie beginnt man mit dem Verzehr?
Bei der ersten Verwendung wird mit 0,5 gestrichenen Messlöffeln täglich begonnen. Die Menge wird anschließend langsam über mehrere Wochen bis maximal zwei Messlöffel täglich gesteigert.
Ist Darm Pro+Pre Kids vegan?
Ja. Das Produkt ist als veganes Pulver deklariert.
Fragen zu Bakterienkulturen, Inulin oder Verzehr?
Bei Fragen zur Zusammensetzung, zur schrittweisen Steigerung der Tagesmenge oder zur Verwendung bei Kindern hilft die EifelSan Fachberatung gerne bei der fachlichen Einordnung.
Zur FachberatungFAQ – Häufige Fragen zu Darm Pro+Pre Kids
Was ist Darm Pro+Pre Kids?
Darm Pro+Pre Kids ist ein veganes Pulver mit fünf Bakterienkulturen, Bio-Inulin und Bio-Reisstärke. Die Rezeptur wurde als pulverförmige Nahrungsergänzung für Kinder entwickelt.
Welche fünf Bakterienkulturen sind enthalten?
Enthalten sind Bifidobacterium longum subsp. infantis, Bifidobacterium animalis subsp. lactis, Lactobacillus acidophilus, Limosilactobacillus reuteri und Streptococcus salivarius subsp. thermophilus.
Wie viele KBE enthält ein Messlöffel?
Ein Messlöffel mit 0,75 g enthält 3 Milliarden koloniebildende Einheiten, kurz KBE.
Was bedeutet KBE?
KBE steht für koloniebildende Einheiten. Die Einheit wird verwendet, um die Zahl lebensfähiger Mikroorganismen in einer Kultur zu beschreiben.
Wie viel Inulin enthält ein Messlöffel?
Pro Messlöffel sind 475 mg Bio-Inulin enthalten. Bei zwei Messlöffeln entspricht das 950 mg Inulin.
Was ist Inulin?
Inulin ist ein pflanzlicher, wasserlöslicher Ballaststoff. In Darm Pro+Pre Kids wird Bio-Inulin verwendet.
Wie wird Darm Pro+Pre Kids verzehrt?
Morgens vor einer Mahlzeit oder zur Nachtruhe werden 1–2 Messlöffel in kalter oder lauwarmer Flüssigkeit verwendet.
Wie beginnt man bei der ersten Verwendung?
Zunächst werden täglich 0,5 gestrichene Messlöffel verwendet. Die Tagesmenge wird anschließend langsam über mehrere Wochen bis maximal zwei Messlöffel gesteigert.
Was sollte bei Blähungen oder Bauchschmerzen beachtet werden?
Laut Produktinformation sollte die Tagesmenge in diesem Fall vermindert und gegebenenfalls langsamer gesteigert werden.
Kann das Pulver auch für Säuglinge verwendet werden?
Die aktuelle Produktkennzeichnung sieht vor, dass für Säuglinge auch die Brustwarze mit dem Produkt benetzt werden kann. Die schrittweise Verzehrempfehlung des Produktes ist dabei zu beachten.
Darf das Pulver in warme Getränke gegeben werden?
Laut Verzehrempfehlung wird das Pulver in kalter oder lauwarmer Flüssigkeit verwendet. Heiße Flüssigkeit ist dafür nicht vorgesehen.
Ist Darm Pro+Pre Kids vegan?
Ja. Das Produkt ist als veganes Pulver deklariert.
Enthält das Produkt Zusatzstoffe oder Allergene?
Darm Pro+Pre Kids ist als allergenfrei, GVO-frei und ohne Zusatzstoffe gekennzeichnet.
Wie unterscheidet sich Darm Pro+Pre Kids von Darm Pro+Pre 10 Pure?
Darm Pro+Pre Kids ist als Pulver für Kinder konzipiert und enthält fünf Bakterienkulturen. Darm Pro+Pre 10 Pure richtet sich an Erwachsene, enthält zehn Bakterienkulturen und wird in DR-Kapseln angeboten.
Wie sollte Darm Pro+Pre Kids gelagert werden?
Das Produkt sollte gut verschlossen, kalt, dunkel und trocken sowie außerhalb der Reichweite kleiner Kinder aufbewahrt werden.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.
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Quellen & wissenschaftliche Grundlagen
1. Entwicklung der Darmmikrobiota im Säuglings- und Kindesalter
- Stewart CJ, Ajami NJ, O'Brien JL et al. (2018). Temporal development of the gut microbiome in early childhood from the TEDDY study. Nature, 562, 583–588. Umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung zur Entwicklung der Darmmikrobiota in den ersten Lebensjahren. Die Forscher analysierten wiederholt Stuhlproben von 903 Kindern im Alter zwischen drei und 46 Monaten. Dabei wurden drei Entwicklungsphasen der Darmmikrobiota beobachtet: eine frühe Entwicklungsphase, eine Übergangsphase und eine Phase zunehmender Stabilisierung. Die Zusammensetzung der Darmmikrobiota wurde besonders deutlich durch die Ernährung mit Muttermilch beeinflusst. Bei gestillten Kindern wurden unter anderem höhere Anteile bestimmter Bifidobakterien festgestellt. Auch die Geburtsart und verschiedene Umweltfaktoren standen mit Unterschieden in der mikrobiellen Zusammensetzung in Zusammenhang. Die Untersuchung verdeutlicht, dass sich die Darmmikrobiota von Säuglingen und Kleinkindern von derjenigen Erwachsener unterscheidet. Die beobachteten Zusammenhänge belegen jedoch nicht, dass eine zusätzliche Bakterienzufuhr bei jedem Kind erforderlich ist oder die natürliche Entwicklung der Darmmikrobiota grundsätzlich verbessert. Zur wissenschaftlichen Veröffentlichung
- Shao Y, Forster SC, Tsaliki E et al. (2019). Stunted microbiota and opportunistic pathogen colonization in caesarean-section birth. Nature, 574, 117–121. Wissenschaftliche Untersuchung zum Einfluss der Geburtsart auf die frühe mikrobielle Besiedlung des Darms. Die Forscher verglichen die Entwicklung der Darmmikrobiota von vaginal geborenen Kindern und Kindern, die durch einen Kaiserschnitt zur Welt gekommen waren. Dabei wurden Unterschiede hinsichtlich der frühen Besiedlung durch verschiedene Mikroorganismen festgestellt. Bei Kaiserschnittgeburten zeigte sich unter den untersuchten Bedingungen eine veränderte beziehungsweise verzögerte Besiedlung mit bestimmten mütterlichen Darmbakterien. Außerdem wurden Unterschiede hinsichtlich der Häufigkeit einzelner opportunistischer Mikroorganismen beobachtet. Die Veröffentlichung liefert wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung der kindlichen Darmmikrobiota nach unterschiedlichen Geburtsformen. Sie belegt jedoch nicht, dass eine bestimmte Nahrungsergänzung mit Milchsäurebakterien die beobachteten Unterschiede zuverlässig ausgleichen kann. Auch eine besondere Notwendigkeit zur Supplementierung bei allen per Kaiserschnitt geborenen Kindern lässt sich daraus nicht ableiten. Zur wissenschaftlichen Veröffentlichung
2. Milchsäurebakterien und Bifidobakterien – wissenschaftliche Grundlagen
- Hill C, Guarner F, Reid G et al. (2014). The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the scope and appropriate use of the term probiotic. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, 11, 506–514. Internationales wissenschaftliches Konsensuspapier zur Definition probiotischer Mikroorganismen. Als Probiotika werden lebende Mikroorganismen bezeichnet, die bei ausreichender Aufnahme einen gesundheitlichen Nutzen für den Menschen bewirken. Zu den häufig untersuchten Mikroorganismen gehören verschiedene Milchsäurebakterien und Bifidobakterien. Die Autoren erläutern die Bedeutung einer eindeutigen Identifikation und geeigneter klinischer Untersuchungen. Die physiologischen Eigenschaften können sich zwischen verschiedenen Bakterienarten und insbesondere einzelnen Bakterienstämmen unterscheiden. Deshalb dürfen Ergebnisse einer Untersuchung mit einem bestimmten Bakterienstamm nicht automatisch auf andere Stämme derselben Art übertragen werden. Auch die Anzahl der enthaltenen Bakterienarten und die Höhe der koloniebildenden Einheiten sind für sich genommen kein Nachweis einer gesundheitlichen Wirkung. Zur wissenschaftlichen Veröffentlichung
- Binda S, Hill C, Johansen E et al. (2020). Criteria to Qualify Microorganisms as "Probiotic" in Foods and Dietary Supplements. Frontiers in Microbiology, 11, 1662. Wissenschaftliche Veröffentlichung zu den Qualitätsanforderungen an probiotische Mikroorganismen. Die Autoren beschreiben vier zentrale Voraussetzungen für die wissenschaftliche Einordnung als Probiotikum. Dazu gehören eine eindeutige Stammidentifikation, eine ausreichende Sicherheit, geeignete klinische Nachweise sowie die Lebensfähigkeit in einer wirksamen Menge während der Haltbarkeit. Die Anzahl lebensfähiger Mikroorganismen wird üblicherweise in koloniebildenden Einheiten (KBE beziehungsweise CFU) angegeben. Bei Produkten für Säuglinge und Kleinkinder ist neben der Identität der verwendeten Bakterienstämme insbesondere ihre Sicherheit für die vorgesehene Altersgruppe relevant. Die wissenschaftliche Charakterisierung eines Bakterienstamms ersetzt jedoch keine produktspezifische Qualitäts- und Sicherheitsbewertung. Zur wissenschaftlichen Veröffentlichung
3. Bifidobacterium infantis – Forschung zur frühen Darmbesiedlung
- Frese SA, Hutton AA, Contreras LN et al. (2017). Persistence of Supplemented Bifidobacterium longum subsp. infantis EVC001 in Breastfed Infants. mSphere, 2(6), e00501-17. Wissenschaftliche Humanstudie zur Ansiedlung eines definierten Bifidobacterium-infantis-Stamms im Darm gestillter Säuglinge. Bifidobacterium infantis wird wissenschaftlich der Unterart Bifidobacterium longum subsp. infantis zugeordnet. Die Forscher untersuchten den Stamm EVC001 bei gestillten Säuglingen. Besondere Aufmerksamkeit galt seiner Fähigkeit, bestimmte Kohlenhydratstrukturen aus der Muttermilch zu verwerten. Diese sogenannten Human Milk Oligosaccharides (HMO) gehören zu den charakteristischen Bestandteilen menschlicher Muttermilch. Während der Untersuchung wurden Veränderungen der Darmmikrobiota und verschiedener mikrobieller Stoffwechselparameter festgestellt. Bei einem Teil der Kinder blieb die erhöhte Häufigkeit des zugeführten Bakterienstamms auch nach dem Ende der Einnahme nachweisbar. Die Untersuchung verdeutlicht die Bedeutung der genauen Stammidentität und des verfügbaren Nährsubstrats für die mikrobielle Besiedlung. Die Ergebnisse gelten für den untersuchten Stamm EVC001 und können nicht automatisch auf andere Bifidobacterium-infantis-Stämme übertragen werden. Insbesondere wurde nicht die vollständige EifelSan-Bakterienkombination untersucht. Zur wissenschaftlichen Originalstudie
4. Bifidobacterium lactis und Streptococcus thermophilus – klinische Untersuchungen bei Säuglingen
- Saavedra JM, Abi-Hanna A, Moore N, Yolken RH (2004). Long-term consumption of infant formulas containing live probiotic bacteria: tolerance and safety. American Journal of Clinical Nutrition, 79(2), 261–267. Prospektive, randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Humanstudie zur Verträglichkeit bestimmter Bakterienkulturen in Säuglingsnahrung. Die Untersuchung wurde mit gesunden Kindern im Alter von drei bis 24 Monaten durchgeführt. Die Forscher verglichen Säuglingsnahrungen mit unterschiedlichen Konzentrationen von Bifidobacterium lactis und Streptococcus thermophilus mit einer entsprechenden Nahrung ohne zusätzliche Bakterienkulturen. Erfasst wurden unter anderem Wachstumsparameter, allgemeine Verträglichkeit und verschiedene Merkmale der Verdauung. Die untersuchten Bakterienkulturen wurden unter den Studienbedingungen insgesamt gut vertragen. Die Veröffentlichung liefert wissenschaftliche Informationen zur Verwendung bestimmter lebender Bakterienkulturen in der Säuglingsernährung. Die Ergebnisse gelten jedoch für die konkret untersuchten Stämme, Mengen und Nahrungsformulierungen. Sie stellen keinen Nachweis der Sicherheit oder gesundheitlichen Wirksamkeit der vollständigen EifelSan-Pulvermischung dar. Zur klinischen Studie
- Nocerino R, De Filippis F, Cecere G et al. (2020). The therapeutic efficacy of Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12 in infant colic: A randomised, double blind, placebo-controlled trial. Alimentary Pharmacology & Therapeutics, 51(1), 110–120. Randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte klinische Studie mit 80 ausschließlich gestillten Säuglingen. Untersucht wurde der definierte Bakterienstamm Bifidobacterium animalis subsp. lactis BB-12. Die Säuglinge erhielten über 28 Tage entweder den untersuchten Bakterienstamm oder ein Placebo. Die Forscher erfassten unter anderem die tägliche Schreidauer, Schlafzeiten und verschiedene mikrobiologische Parameter. In der BB-12-Gruppe wurden gegenüber Placebo statistisch signifikante Unterschiede bei ausgewählten Untersuchungsparametern festgestellt. Die Ergebnisse beziehen sich auf Säuglinge mit diagnostizierten Säuglingskoliken und auf den speziellen Stamm BB-12. Die verwendete tägliche Menge betrug eine Milliarde koloniebildende Einheiten dieses Einzelstamms. Die Veröffentlichung begründet keine allgemeine Aussage zur Behandlung von Säuglingskoliken durch beliebige Bifidobacterium-lactis-Präparate. Auch die Wirkung der vollständigen EifelSan-Rezeptur wurde nicht untersucht. Zur klinischen Studie
5. Lactobacillus reuteri – wissenschaftliche Forschung bei Säuglingen
- Sung V, D'Amico F, Cabana MD et al. (2018). Lactobacillus reuteri to Treat Infant Colic: A Meta-analysis. Pediatrics, 141(1), e20171811. Systematische Metaanalyse auf Grundlage individueller Patientendaten aus vier randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studien. Insgesamt wurden 345 Säuglinge mit diagnostizierten Säuglingskoliken berücksichtigt. Untersucht wurde der Bakterienstamm Lactobacillus reuteri DSM 17938, der heute auch als Limosilactobacillus reuteri DSM 17938 bezeichnet wird. Die Forscher untersuchten Veränderungen der täglichen Schreidauer und der Häufigkeit bestimmter Beschwerden. In der zusammenfassenden Auswertung zeigte sich nach 21 Tagen eine geringere durchschnittliche Schreidauer gegenüber Placebo. Der beobachtete Unterschied war besonders bei ausschließlich beziehungsweise überwiegend gestillten Säuglingen ausgeprägt. Bei Säuglingen, die mit Säuglingsnahrung ernährt wurden, ergab sich dagegen kein entsprechender statistisch signifikanter Nutzen. Die Ergebnisse gelten ausdrücklich für den untersuchten Stamm DSM 17938 und die verwendeten Studienbedingungen. Sie lassen sich nicht automatisch auf andere Lactobacillus-reuteri-Stämme oder kombinierte Nahrungsergänzungsmittel übertragen. Die Metaanalyse stellt keinen spezifischen klinischen Wirksamkeitsnachweis von Darm Pro+Pre Kids dar. Zur wissenschaftlichen Metaanalyse
6. Inulin – Ballaststoffe und Forschung bei Kindern
- Gibson GR, Hutkins R, Sanders ME et al. (2017). Expert consensus document: The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics consensus statement on the definition and scope of prebiotics. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, 14(8), 491–502. Internationales wissenschaftliches Konsensuspapier zur Definition präbiotischer Stoffe. Als Präbiotika werden Substrate bezeichnet, die von Mikroorganismen des Wirts gezielt verwertet werden und dadurch einen gesundheitlichen Nutzen bewirken. Zu den besonders untersuchten präbiotischen Ballaststoffen gehören Inulin und verschiedene Fructooligosaccharide. Inulin besteht überwiegend aus miteinander verbundenen Fructoseeinheiten. Im menschlichen Dünndarm wird Inulin nicht wie gewöhnliche verdauliche Kohlenhydrate vollständig abgebaut. Dadurch kann es in den Dickdarm gelangen und dort bestimmten Mikroorganismen als fermentierbares Substrat zur Verfügung stehen. Die tatsächlichen Auswirkungen hängen von der verwendeten Inulinform, der aufgenommenen Menge und der individuellen Darmmikrobiota ab. Die präbiotischen Eigenschaften einer bestimmten Inulinzubereitung lassen sich deshalb nicht unbegrenzt auf andere Mengen oder Kombinationen übertragen. Zur wissenschaftlichen Veröffentlichung
- Lohner S, Jakobik V, Mihályi K et al. (2018). Inulin-Type Fructan Supplementation of 3- to 6-Year-Old Children Is Associated with Higher Fecal Bifidobacterium Concentrations and Fewer Febrile Episodes Requiring Medical Attention. Journal of Nutrition, 148(8), 1300–1308. Randomisierte und doppelblinde Humanstudie zur zusätzlichen Aufnahme von Inulin-Typ-Fructanen bei Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren. Insgesamt wurden 270 Kinder den Untersuchungsgruppen zugeteilt. Die Kinder erhielten über 24 Wochen täglich entweder 6 g Inulin-Typ-Fructane oder eine Vergleichszubereitung. Untersucht wurden unter anderem die Zusammensetzung der Darmmikrobiota, die Stuhlbeschaffenheit und die Häufigkeit ausgewählter Krankheitssymptome. Bei den Kindern in der Fructangruppe wurden höhere relative Anteile bestimmter Bifidobacterium- und Lactobacillus-Bakterien festgestellt. Auch die Stuhlkonsistenz zeigte Veränderungen innerhalb des normalen Bereichs. Für einzelne medizinisch erfasste Ereignisse wurden statistisch signifikante Unterschiede beobachtet, während andere untersuchte Parameter keine entsprechenden Unterschiede zeigten. Die Ergebnisse liefern wissenschaftliche Informationen zur Verwendung bestimmter präbiotischer Ballaststoffe bei Kindergartenkindern. Die untersuchte Tagesmenge von 6 g lag jedoch deutlich über den in Darm Pro+Pre Kids enthaltenen Inulinmengen. Die Studie untersuchte zudem keine Kombination mit den fünf EifelSan-Bakterienkulturen. Ein entsprechender gesundheitlicher Nutzen des fertigen Produkts lässt sich deshalb nicht unmittelbar ableiten. Zur klinischen Studie
7. Bakterienkulturen bei Antibiotikabehandlungen – pädiatrische Forschung
- Guo Q, Goldenberg JZ, Humphrey C, El Dib R, Johnston BC (2019). Probiotics for the prevention of pediatric antibiotic-associated diarrhea. Cochrane Database of Systematic Reviews, 2019(4), CD004827. Systematische Übersichtsarbeit zur Verwendung verschiedener probiotischer Mikroorganismen während Antibiotikabehandlungen bei Kindern. Die Forscher werteten randomisierte kontrollierte Studien zur Häufigkeit antibiotikaassoziierter Durchfälle aus. Die zusammenfassende Auswertung zeigte einen geringeren Anteil entsprechender Durchfallerkrankungen in den untersuchten Probiotikagruppen. Besonders bei höheren verabreichten Mengen bestimmter Mikroorganismen wurden entsprechende Unterschiede festgestellt. Die verfügbaren Studien verwendeten jedoch unterschiedliche Bakterien- und Hefestämme, Dosierungen und Behandlungszeiträume. Besonders häufig untersucht wurden bestimmte Lacticaseibacillus-rhamnosus-Stämme sowie Saccharomyces boulardii. Die Autoren weisen darauf hin, dass Ergebnisse zu anderen Bakterienstämmen nicht ausreichend verallgemeinert werden können. Die Untersuchung begründet deshalb keine Empfehlung zur Vorbeugung antibiotikabedingter Durchfälle mit jeder beliebigen Bakterienmischung. Auch eine Wirkung von Darm Pro+Pre Kids bei Antibiotikabehandlungen wurde damit nicht nachgewiesen. Zur Cochrane-Übersichtsarbeit
- Szajewska H, Berni Canani R, Domellöf M et al. (2023). Probiotics for the Management of Pediatric Gastrointestinal Disorders: Position Paper of the ESPGHAN Special Interest Group on Gut Microbiota and Modifications. Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, 76(2), 232–247. Wissenschaftliche Stellungnahme der Europäischen Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN). Die Fachgesellschaft bewertete klinische Untersuchungen zur Verwendung probiotischer Mikroorganismen bei verschiedenen Magen-Darm-Erkrankungen von Kindern. Besondere Aufmerksamkeit galt der genauen Identifikation der verwendeten Bakterienstämme und der tatsächlich untersuchten täglichen Menge. Für bestimmte klinische Anwendungsbereiche wurden einzelne Bakterienstämme oder definierte Kombinationen unter festgelegten Bedingungen empfohlen. Andere Bakterienstämme und Kombinationen erhielten aufgrund unzureichender wissenschaftlicher Nachweise keine entsprechende Empfehlung. Bei Antibiotikabehandlungen wurden insbesondere Lacticaseibacillus rhamnosus GG und Saccharomyces boulardii berücksichtigt. Die Stellungnahme erläutert außerdem die Forschung zu Lactobacillus reuteri DSM 17938 und weiteren definierten Bakterienstämmen. Die Empfehlungen sind ausdrücklich stamm- und indikationsbezogen. Die klinischen Leitlinien sind keine allgemeine Empfehlung zur Verwendung beliebiger Mehrstammprodukte bei Kindern. Sie stellen auch keine rechtliche Zulassung krankheitsbezogener Aussagen für Nahrungsergänzungsmittel dar. Zur offiziellen ESPGHAN-Stellungnahme
8. Wissenschaftliche Einordnung kombinierter Bakterien- und Inulinpräparate
- Swanson KS, Gibson GR, Hutkins R et al. (2020). The International Scientific Association for Probiotics and Prebiotics (ISAPP) consensus statement on the definition and scope of synbiotics. Nature Reviews Gastroenterology & Hepatology, 17(11), 687–701. Internationales wissenschaftliches Konsensuspapier zur Kombination lebender Mikroorganismen mit mikrobiell verwertbaren Substraten. Die Autoren unterscheiden zwischen komplementären und synergistischen Synbiotika. Komplementäre Synbiotika kombinieren wissenschaftlich ausreichend untersuchte probiotische Mikroorganismen mit einem geeigneten präbiotischen Substrat. Bei synergistischen Synbiotika soll das eingesetzte Substrat gezielt von den gleichzeitig verabreichten Mikroorganismen verwertet werden. Eine wissenschaftliche Einordnung als Synbiotikum setzt voraus, dass der jeweiligen Kombination ein gesundheitlicher Nutzen zugeordnet werden kann. Die bloße Kombination mehrerer Bakterienstämme mit Inulin belegt deshalb nicht automatisch eine synergistische gesundheitliche Wirkung. Die Veröffentlichung verdeutlicht die Bedeutung geeigneter Untersuchungen zur konkreten Kombination, Dosierung und Anwendung. Für die vollständige EifelSan-Rezeptur mit fünf Bakterienkulturen und Bio-Inulin ergibt sich aus diesem Konsensuspapier kein eigenständiger Wirksamkeitsnachweis. Zur wissenschaftlichen Veröffentlichung
9. Sicherheit und besondere Anforderungen bei Säuglingen und Kleinkindern
- van den Akker CHP, van Goudoever JB, Shamir R et al. (2020). Probiotics and Preterm Infants: A Position Paper by the European Society for Paediatric Gastroenterology Hepatology and Nutrition Committee on Nutrition and the European Society for Paediatric Gastroenterology Hepatology and Nutrition Working Group for Probiotics and Prebiotics. Journal of Pediatric Gastroenterology and Nutrition, 70(5), 664–680. Wissenschaftliche Stellungnahme zur Anwendung probiotischer Mikroorganismen bei Frühgeborenen. Die Autoren untersuchten die verfügbare klinische Studienlage sowie besondere Sicherheitsanforderungen an entsprechende Produkte. Frühgeborene unterscheiden sich hinsichtlich ihrer körperlichen Entwicklung und Immunabwehr erheblich von gesunden, termingerecht geborenen Säuglingen. Die Stellungnahme weist auf die Bedeutung einer eindeutigen Stammidentifikation, hoher mikrobiologischer Produktqualität und geeigneter klinischer Sicherheitsdaten hin. Außerdem werden mögliche Risiken durch Verunreinigungen und die Übertragung lebensfähiger Mikroorganismen in empfindliche Patientengruppen berücksichtigt. Unter bestimmten medizinisch überwachten Bedingungen können definierte Bakterienstämme klinisch sinnvoll sein. Die Anwendung bei Frühgeborenen erfordert jedoch eine besondere medizinische Risiko-Nutzen-Abwägung. Eine allgemeine Eignung handelsüblicher Nahrungsergänzungsmittel für Frühgeborene lässt sich daraus nicht ableiten. Zur offiziellen ESPGHAN-Stellungnahme
- U.S. Food and Drug Administration (FDA) (2023). FDA Raises Concerns About Probiotic Products Sold for Use in Hospitalized Preterm Infants. Offizielle Sicherheitsmitteilung vom 26. Oktober 2023. Die amerikanische Arzneimittel- und Lebensmittelbehörde weist auf besondere Risiken lebender Mikroorganismen bei hospitalisierten Frühgeborenen hin. Bei dieser empfindlichen Patientengruppe können bestimmte mikrobiologische Präparate unter Umständen schwerwiegende Infektionen verursachen. Die FDA betont die Bedeutung einer sorgfältigen Prüfung der verwendeten Stämme und der Produktqualität. Die Behörde unterscheidet außerdem zwischen der klinischen Anwendung unter medizinischer Aufsicht und der allgemeinen Vermarktung entsprechender Produkte. Die Sicherheitsmitteilung ist nicht als Hinweis zu verstehen, dass alle probiotischen Nahrungsergänzungsmittel bei gesunden Kindern grundsätzlich gefährlich sind. Sie verdeutlicht jedoch die Notwendigkeit besonderer Vorsicht bei Frühgeborenen und medizinisch besonders empfindlichen Säuglingen. Zur offiziellen FDA-Sicherheitsmitteilung
- European Food Safety Authority (EFSA). Qualified Presumption of Safety (QPS) – Scientific Assessment of Microorganisms. Offizielle europäische Informationen zur Sicherheitsbewertung verschiedener Mikroorganismen. Im Rahmen des QPS-Verfahrens untersucht die EFSA unter anderem die taxonomische Identität und bekannte Sicherheitsaspekte bestimmter mikrobieller Arten. Auch die wissenschaftliche Datenlage und mögliche Antibiotikaresistenzen werden berücksichtigt. Für einzelne Mikroorganismen kann unter bestimmten Voraussetzungen eine qualifizierte Sicherheitsannahme ausgesprochen werden. Eine solche Bewertung auf Artebene ersetzt jedoch nicht sämtliche Untersuchungen eines einzelnen Bakterienstamms. Auch die Sicherheit einer konkreten Mehrstammkombination und ihre Eignung für eine besonders empfindliche Zielgruppe müssen entsprechend berücksichtigt werden. Der QPS-Status ist zudem kein Nachweis einer gesundheitlichen Wirksamkeit. Zur offiziellen EFSA-Sicherheitsbewertung
10. Rechtliche Grundlagen gesundheitsbezogener Angaben
- Europäisches Parlament und Rat. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel. Die europäische Verordnung legt fest, unter welchen Voraussetzungen gesundheitsbezogene Aussagen bei Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln verwendet werden dürfen. Für Aussagen, die sich ausdrücklich auf die Gesundheit oder Entwicklung von Kindern beziehen, gelten besondere rechtliche Anforderungen. Wissenschaftliche Untersuchungen über die kindliche Darmmikrobiota, einzelne Bakterienstämme oder Inulin begründen nicht automatisch die Zulässigkeit entsprechender Produktversprechen. Dies betrifft insbesondere Aussagen über die Stärkung des Immunsystems, die Vorbeugung von Erkrankungen, die Behandlung von Säuglingskoliken oder den gezielten Aufbau einer gesunden Darmflora. Auch Studien über bestimmte klinische Anwendungsbereiche können nicht ohne Weiteres zur Bewerbung eines Nahrungsergänzungsmittels verwendet werden. Die wissenschaftliche Evidenz zu einem bestimmten Bakterienstamm ist deshalb von der rechtlichen Zulässigkeit einer gesundheitsbezogenen Angabe zu unterscheiden. Zur EU-Verordnung
- Europäische Kommission. Durchführungsverordnung (EU) 2015/2314 zur Zulassung einer gesundheitsbezogenen Angabe über natives Chicorée-Inulin. Die Europäische Union hat eine bestimmte gesundheitsbezogene Angabe zur normalen Darmfunktion durch natives Chicorée-Inulin zugelassen. Die Angabe betrifft die Erhöhung der Stuhlfrequenz. Der zugelassene gesundheitliche Zusammenhang setzt eine tägliche Aufnahme von mindestens 12 g nativem Chicorée-Inulin unter den festgelegten Verwendungsbedingungen voraus. Diese Zulassung gilt nicht automatisch für Inulin aus anderen pflanzlichen Quellen oder für Produkte mit geringeren Inulinmengen. Die wissenschaftliche Untersuchung präbiotischer Eigenschaften verschiedener Inulinformen ist deshalb nicht mit einer allgemeinen Zulassung entsprechender gesundheitsbezogener Produktversprechen gleichzusetzen. Zur EU-Durchführungsverordnung
- Europäische Kommission. EU Register of Nutrition and Health Claims Made on Foods. Offizielle europäische Datenbank zur Überprüfung zugelassener und nicht zugelassener gesundheitsbezogener Angaben. Das Register dokumentiert die rechtlichen Verwendungsbedingungen verschiedener Health Claims. Bei Aussagen über die Gesundheit und Entwicklung von Kindern ist zusätzlich die jeweils erforderliche besondere europäische Zulassung zu beachten. Die Veröffentlichung klinischer Studien über Bakterienkulturen und Ballaststoffe stellt keine eigenständige Zulassung entsprechender gesundheitsbezogener Werbeaussagen dar. Zum offiziellen EU-Health-Claims-Register






